Terrassenplatten-Rechner: Plattenbedarf, Unterbau und Kosten berechnen

Terrassenplatten-Rechner: Plattenbedarf, Unterbau und Kosten berechnen

Eine neue Terrasse ist schnell auf dem Papier geplant. Schwieriger wird es, wenn du die passenden Materialmengen bestellen möchtest. Wie viele Platten brauchst du für 20 oder 30 Quadratmeter? Wie viel Verschnitt fällt an den Rändern an? Und welche Menge Splitt und Schotter solltest du für den Unterbau vorsehen?

Gerade beim Terrassenbau lohnt es sich, diese Fragen vor dem Einkauf zu klären. Denn zu wenig Material führt zu unnötigen Unterbrechungen, während größere Restmengen Geld kosten und später gelagert oder entsorgt werden müssen.

Mit unserem Terrassenplatten-Rechner kannst du die wichtigsten Mengen für dein Vorhaben ermitteln. Neben dem eigentlichen Plattenbelag berücksichtigt das Tool die Fugen, den Verschnitt, die Verpackungsgrößen und auf Wunsch auch den Unterbau. Zusätzlich lässt sich das geplante Gefälle berechnen.

Terrassenplatten-Rechner: Materialbedarf direkt ermitteln

Gib die Länge und Breite deiner Terrasse ein oder verwende eine bereits bekannte Quadratmeterzahl. Danach wählst du das Plattenformat, den Fugenabstand und die gewünschte Verlegeart. Aus diesen Angaben berechnet das Tool den voraussichtlichen Bedarf einschließlich Materialreserve.

INNOMATS · MATERIALPLANER

Terrassenplatten berechnen

Plane deine Terrasse vom Plattenbelag bis zum Unterbau. Berechne Materialmengen, Verschnitt, Gefälle und Fliesenkosten beziehungsweise Plattenkosten direkt online.

01 Terrassenfläche

Beispielsweise Pflanzbeete oder Schächte. Nur Flächen abziehen, die tatsächlich keinen Plattenbelag erhalten.

02 Plattenformat und Verlegung

Die Fugenbreite richtet sich nach Plattenart und Verlegesystem. Verwende die zulässigen Maße aus den Verlegehinweisen des Herstellers.

03 Verschnitt und Packungsgröße

Der Vorschlag ändert sich beim Wechsel des Verlegemusters.
Bei Einzelverkauf den Wert 1 eingeben.

04 Unterbau und Gefälle

Bettungs- und Tragschicht

Die Materialmengen werden aus der angegebenen Fläche und Schichtdicke berechnet. Die Schüttdichten sind änderbare Richtwerte. Für verdichtete Tragschichten müssen Verdichtung, Lieferdichte und örtliche Anforderungen gesondert berücksichtigt werden.

Entwässerungsgefälle

Das Gefälle berechnet die Höhendifferenz entlang der angegebenen Strecke. Entwässerung und Aufbau müssen zur tatsächlichen Bausituation passen.

Deine Materialübersicht

Zu belegende Terrassenfläche –
Grundbedarf ohne Zuschläge –
Platten inklusive Reserve –
Pakete / Verkaufseinheiten –
Platten insgesamt gekauft –
Gekaufte Plattenfläche –
Geschätzter Plattenpreis –
Zuschläge insgesamt –
Stück pro Verkaufseinheit –
Splittbett –
Tragschicht –
Höhendifferenz durch Gefälle –

Die Berechnung liefert Planungswerte. Die tatsächliche Stückzahl kann durch Randzuschnitte abweichen. Das Fugenraster wird rechnerisch angenähert. Unterbaumengen verstehen sich als geometrische Schichtvolumen mit Materialzuschlag; Verdichtungsfaktoren sind nicht enthalten. Kosten für Unterbau, Einfassung, Fugenmaterial und Arbeitsleistung sind nicht eingerechnet.

Wie viele Terrassenplatten brauche ich?

Die benötigte Plattenzahl hängt zunächst von zwei Dingen ab: der Größe deiner Terrasse und den Abmessungen der einzelnen Platten.

Bei einer rechteckigen Fläche kannst du die Quadratmeterzahl ganz einfach bestimmen, indem du die Länge mit der Breite multiplizierst. Hat die geplante Terrasse beispielsweise eine Länge von 6 Metern und eine Breite von 4 Metern, ergibt sich eine Fläche von 24 Quadratmetern.

6 m × 4 m = 24 m²

Diese 24 Quadratmeter müssen anschließend auf die Fläche einer einzelnen Terrassenplatte umgerechnet werden.

Bei Platten im Format 60 × 60 Zentimeter beträgt die reine Plattenfläche 0,36 Quadratmeter.

0,60 m × 0,60 m = 0,36 m²

Für eine Terrassenfläche von 24 Quadratmetern ergibt sich ohne Berücksichtigung der Fugen und des Verschnitts ein rechnerischer Bedarf von rund 66,67 Platten. Du müsstest also mindestens 67 ganze Platten vorsehen.

Allerdings ist dieser Wert nur eine erste Orientierung. An den Terrassenrändern müssen häufig Platten zugeschnitten werden. Außerdem solltest du eine Reserve für beschädigte Stücke berücksichtigen.

Terrassenplatten pro Quadratmeter: Übersicht der gängigen Formate

Im Handel findest du zahlreiche Plattenformate. Neben quadratischen Abmessungen werden auch längliche Formate angeboten, die sich beispielsweise für einen versetzten Verband eignen.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Stückzahl rechnerisch für einen Quadratmeter erforderlich ist. Fugen und Verschnitt bleiben dabei zunächst unberücksichtigt.

Plattenformat Fläche je Platte Rechnerischer Bedarf je m²
40 × 40 cm 0,16 m² 6,25 Stück
40 × 60 cm 0,24 m² 4,17 Stück
50 × 50 cm 0,25 m² 4 Stück
60 × 60 cm 0,36 m² 2,78 Stück
60 × 90 cm 0,54 m² 1,85 Stück
60 × 120 cm 0,72 m² 1,39 Stück
80 × 80 cm 0,64 m² 1,56 Stück

Bei der Materialbestellung darfst du die rechnerischen Stückzahlen nicht mit den tatsächlich benötigten ganzen Platten verwechseln. Wie viele Stücke du für die jeweilige Fläche benötigst, hängt auch davon ab, wie sich das gewählte Format auf dem Grundriss aufteilen lässt.

Die Terrassenfläche richtig ausmessen

Bei einer einfachen rechteckigen Terrasse ist das Aufmaß schnell erledigt. Miss möglichst an mehreren Stellen nach, insbesondere wenn die Fläche direkt an eine bestehende Hauswand oder andere Bauteile anschließt.

Bei unregelmäßigen Grundrissen gehst du am besten abschnittsweise vor. Eine L-förmige Terrasse kannst du beispielsweise in zwei Rechtecke aufteilen. Berechne die beiden Flächen getrennt und addiere sie anschließend.

Größere Aussparungen, etwa für ein Pflanzbeet oder einen Einbauschacht, lassen sich von der Gesamtfläche abziehen.

Vorsicht ist bei schmalen Restflächen geboten. Selbst wenn eine Aussparung nur wenige Quadratmeter ausmacht, können die umliegenden Platten zahlreiche Zuschnitte erfordern.

Bei verwinkelten Terrassen ist deshalb nicht nur die Gesamtfläche entscheidend, sondern auch die spätere Anordnung der Platten.

Wie viel Verschnitt muss ich bei Terrassenplatten einplanen?

Eine Terrasse lässt sich nur selten vollständig mit ungeschnittenen Platten belegen. Entlang der Hauswand, an den Außenkanten oder rund um fest eingebaute Elemente entstehen häufig Reststücke.

Wie viel Material dabei verloren geht, hängt stark von der Geometrie und dem Plattenformat ab.

Orientierungswerte für den Verschnitt

  • 5 bis 8 Prozent: einfache rechteckige Terrassen mit günstigem Plattenraster.
  • 8 bis 12 Prozent: übliche Terrassen mit mehreren Randzuschnitten.
  • 12 bis 18 Prozent: verwinkelte Flächen, größere Platten oder versetzte Verbände.
  • 15 bis 25 Prozent: anspruchsvolle Muster, diagonale Verlegung oder viele Sonderzuschnitte.

Diese Werte sind keine festen Vorgaben. Wenn du deine Terrasse so dimensionierst, dass die Platten nahezu ohne Zuschnitt verlegt werden können, fällt möglicherweise deutlich weniger Verschnitt an.

Umgekehrt kann eine kleine Terrasse mit mehreren Ecken einen überraschend hohen Materialverbrauch verursachen.

Zeichne deshalb vor der Bestellung möglichst einen einfachen Verlegeplan. Darauf kannst du erkennen, welche Platten an den Außenkanten geschnitten werden müssen und ob sich größere Reststücke an anderer Stelle verwenden lassen.

Wie beeinflussen Fugen den Plattenbedarf?

Terrassenplatten werden in der Regel mit einem bestimmten Abstand zueinander verlegt. Diese Fugen gehören zum Verlegesystem und müssen bei der Planung berücksichtigt werden.

Bei einer 60 Zentimeter breiten Platte und einer Fugenbreite von 5 Millimetern ergibt sich rechnerisch ein wiederkehrendes Rastermaß von 60,5 Zentimetern.

Auf einer größeren Fläche führt dieser Abstand dazu, dass das Plattenraster etwas mehr Platz einnimmt als die reinen Plattenabmessungen.

Welche Fugenbreite notwendig ist, hängt von der verwendeten Plattenart und der Verlegeweise ab. Beachte deshalb unbedingt die Angaben des Herstellers. Auch die passenden Fugenmaterialien sollten zum vorgesehenen Aufbau passen.

Terrassenplatten gerade oder im Verband verlegen?

Das Verlegemuster beeinflusst das Erscheinungsbild der Terrasse und den Aufwand beim Zuschneiden.

Kreuzfugenverband

Bei dieser Verlegeart liegen die Platten in geraden Reihen. Die Fugen verlaufen in beiden Richtungen durchgehend.

Ein solches Raster wirkt ruhig und lässt sich bei rechteckigen Terrassen häufig gut planen. Besonders bei quadratischen Formaten bietet sich diese Anordnung an.

Versetzter Verband

Rechteckige Terrassenplatten können auch mit gegeneinander verschobenen Reihen verlegt werden. Dadurch entstehen unterbrochene Fugenlinien.

Je nach Versatz und Plattenformat können an den Außenkanten zusätzliche Schnitte notwendig werden. Zudem solltest du prüfen, ob das gewünschte Verlegemuster für die jeweilige Platte freigegeben ist.

Diagonale Verlegung

Bei einer diagonalen Anordnung verlaufen die Platten schräg zu den Außenkanten. Das kann interessante Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen, erfordert aber meist eine aufwendigere Aufteilung.

Besonders entlang gerader Randabschlüsse entstehen häufig schräge Schnittstücke. Plane hierfür eine ausreichende Materialreserve ein.

Wie berechnet man den Unterbau einer Terrasse?

Bei einer auf dem Erdreich angelegten Terrasse reicht es nicht, nur den sichtbaren Plattenbelag zu berechnen. Der darunterliegende Aufbau hat großen Einfluss darauf, ob die Terrasse dauerhaft eben und stabil bleibt.

Bei einer klassischen ungebundenen Bauweise besteht der Aufbau häufig aus einer tragfähigen, frostschutzgeeigneten Schottertragschicht und einer darüberliegenden Bettung aus Splitt.

Die erforderlichen Schichtdicken hängen unter anderem von der Bodenbeschaffenheit, der Belastung und dem verwendeten Plattensystem ab. Sie können deshalb nicht pauschal für jede Terrasse festgelegt werden.

Splittmenge für die Terrasse berechnen

Für die Berechnung des Splittvolumens benötigst du die Fläche und die vorgesehene Dicke der Bettungsschicht.

Angenommen, du planst eine Terrasse mit 24 Quadratmetern und möchtest eine 4 Zentimeter starke Splittbettung herstellen.

Die Rechnung lautet:

24 m² × 0,04 m = 0,96 m³ Splitt

Damit ergibt sich ein geometrisches Schichtvolumen von 0,96 Kubikmetern. Mit einem beispielhaften Materialzuschlag von fünf Prozent kommst du auf rund 1,01 Kubikmeter.

Um daraus ein ungefähres Gewicht zu ermitteln, benötigst du die Schüttdichte des Materials. Bei angenommenen 1,5 Tonnen pro Kubikmeter ergibt sich:

1,01 m³ × 1,5 t/m³ = rund 1,51 Tonnen

Der tatsächliche Wert kann abweichen. Prüfe deshalb vor dem Einkauf die Schüttdichte des angebotenen Splitts und die Vorgaben für das verwendete Verlegesystem.

Schotter für die Tragschicht berechnen

Bei der Tragschicht funktioniert die geometrische Berechnung ähnlich. Für eine Fläche von 24 Quadratmetern und eine angenommene Schichtdicke von 25 Zentimetern ergibt sich:

24 m² × 0,25 m = 6 m³

Dieser Wert beschreibt das benötigte Volumen der fertigen Schicht. Beim tatsächlichen Materialeinkauf musst du beachten, dass Schotter durch die Verdichtung sein Volumen verändert.

Das lose angelieferte Volumen ist deshalb nicht automatisch mit dem Volumen der fertig verdichteten Tragschicht identisch.

Wie viel Material tatsächlich bestellt werden muss, hängt von der Körnung, der Schüttdichte, dem Verdichtungsverhalten und den Bedingungen auf der Baustelle ab.

Welches Gefälle benötigt eine Terrasse?

Eine Terrasse sollte so angelegt werden, dass Regenwasser zuverlässig ablaufen kann. Bleibt Wasser dauerhaft auf dem Belag stehen oder sammelt es sich in ungünstigen Bereichen, können Schäden und Nutzungseinschränkungen entstehen.

Bei vielen Terrassenkonstruktionen wird ein Gefälle von ungefähr zwei Prozent vorgesehen. Abhängig vom Belag und der Bauweise können jedoch andere Anforderungen gelten.

Ein Gefälle von zwei Prozent bedeutet eine Höhendifferenz von zwei Zentimetern pro Meter.

Bei vier Metern in Gefällerichtung ergibt sich daher:

4 m × 2 cm/m = 8 cm Höhenunterschied

Die Terrasse liegt am tieferen Ende also acht Zentimeter niedriger als am höheren Ende.

Besonders wichtig ist die geplante Wasserführung an Hausanschlüssen, Türen und angrenzenden Bauwerken. Dort solltest du die erforderlichen Anschlusshöhen und Entwässerungsmöglichkeiten rechtzeitig prüfen.

Beispielrechnung für eine 30 m² große Terrasse

Du möchtest eine Terrasse mit 30 Quadratmetern neu gestalten und entscheidest dich für quadratische Platten im Format 60 × 60 Zentimeter.

Eine Platte besitzt eine reine Fläche von 0,36 Quadratmetern. Daraus ergibt sich ohne Fugen zunächst folgender Grundbedarf:

30 m² ÷ 0,36 m² = 83,33 Platten

Für die erste Kalkulation wären das aufgerundet 84 Stück.

Du planst zehn Prozent Verschnitt, zwei Prozent Bruch und fünf Prozent Ersatzreserve ein. Zusammen ergibt das einen Zuschlag von 17 Prozent.

Damit beträgt der rechnerische Bedarf:

83,33 × 1,17 = 97,5 Platten

Aufgerundet benötigst du also 98 Platten. Bei einer Verkaufseinheit von vier Platten musst du 25 Pakete einkaufen und erhältst insgesamt 100 Stück.

Der Einkauf umfasst damit 36 Quadratmeter Plattenfläche. Bei einem angenommenen Preis von 39,90 Euro je Quadratmeter ergeben sich reine Plattenkosten von:

36 m² × 39,90 Euro = 1.436,40 Euro

Diese vereinfachte Beispielrechnung betrachtet die reine Plattenfläche. Wenn du im Rechner eine Fugenbreite einträgst, kann sich der rechnerische Grundbedarf leicht verändern.

Was kosten Terrassenplatten insgesamt?

Der Quadratmeterpreis der Platten ist nur ein Teil der gesamten Materialkosten. Je nach Bauweise kommen weitere Positionen hinzu.

  • Terrassenplatten: Der gewählte Belag einschließlich Verschnitt und Reserve.
  • Schotter und Frostschutzmaterial: Für den tragfähigen Unterbau, sofern erforderlich.
  • Bettungssplitt: Als Ausgleichs- und Bettungsschicht bei geeigneter ungebundener Verlegung.
  • Fugenmaterial: Abgestimmt auf Plattentyp und Verlegesystem.
  • Randeinfassung: Zur seitlichen Sicherung der Konstruktion, wenn diese benötigt wird.
  • Entwässerung: Je nach Lage können zusätzliche Abläufe oder Rinnen notwendig sein.

Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für Aushub, Entsorgung, Maschinen und Arbeitsleistungen.

Wenn du Angebote vergleichst, solltest du deshalb immer darauf achten, ob lediglich die Platten oder der vollständige Terrassenaufbau enthalten sind.

Terrassenplatten auf Splitt, Stelzlagern oder Mörtel verlegen?

Nicht jede Terrasse benötigt denselben Unterbau. Die passende Konstruktion richtet sich nach dem vorhandenen Untergrund, der vorgesehenen Nutzung und den Eigenschaften der gewählten Platten.

Ungebundene Verlegung im Splittbett

Bei geeigneten Plattensystemen werden die Terrassenplatten auf einer vorbereiteten Splittbettung verlegt. Darunter befindet sich normalerweise eine ausreichend tragfähige und entwässerungsfähige Konstruktion.

Entscheidend sind eine fachgerechte Verdichtung der Tragschicht, die richtige Bettungsstärke und eine funktionierende Wasserableitung.

Verlegung auf Stelzlagern

Stelzlager kommen beispielsweise bei bestimmten Dachterrassen oder vorhandenen tragfähigen Unterkonstruktionen infrage.

Hier liegen die Platten auf einzelnen Auflagepunkten. Statt eines klassischen Splittbetts benötigst du eine passende Lageranordnung und ein dafür zugelassenes Plattensystem.

Der Materialbedarf für diese Konstruktion lässt sich nicht allein aus der Quadratmeterzahl ermitteln, weil die Anzahl der Lager von den Abmessungen, der Plattensteifigkeit, der Belastung und der vorgesehenen Auflageranordnung abhängt.

Gebundene Verlegung

Bei einer gebundenen Bauweise werden geeignete Außenbeläge mit einem darauf abgestimmten Mörtel- oder Klebesystem verlegt.

Untergrund, Entwässerung, Bewegungsfugen und Frostbeständigkeit müssen dabei zusammenpassen. Ein solcher Aufbau erfordert eine andere Materialkalkulation als eine ungebundene Splittbettung.

Worauf solltest du bei der Materialbestellung achten?

Bevor du Terrassenplatten kaufst, solltest du nicht nur die errechnete Stückzahl kontrollieren. Auch die tatsächlichen Produktabmessungen und die Verpackungsangaben sind wichtig.

Manche Terrassenplatten werden einzeln verkauft, andere paketweise oder auf vollständigen Paletten. Bei großen Formaten kann außerdem das Gewicht je Platte eine Rolle spielen, beispielsweise für den Transport und das Verlegen.

Prüfe bei der Bestellung möglichst folgende Punkte:

  • Stimmen die angegebenen Plattenmaße mit deinem Verlegeplan überein?
  • Wie viele Stücke enthält die jeweilige Verkaufseinheit?
  • Ist der Belag für den vorgesehenen Außenbereich geeignet?
  • Sind die benötigten Mengen möglichst aus einer passenden Produktionscharge verfügbar?
  • Welches Fugen- und Bettungsmaterial empfiehlt der Hersteller?
  • Kannst du zusätzliche Ersatzplatten für spätere Reparaturen aufbewahren?

Gerade bei größeren Terrassen kann es sinnvoll sein, einige Platten mehr einzuplanen. So musst du bei späteren Beschädigungen nicht nach einem möglicherweise nicht mehr erhältlichen Format suchen.

Typische Planungsfehler beim Terrassenbau

Eine unzureichende Materialberechnung gehört zu den ärgerlichen Problemen, die sich schon vor Arbeitsbeginn vermeiden lassen. Daneben gibt es einige weitere Punkte, auf die du achten solltest.

Die Randstücke nicht vorher prüfen

Wenn du ohne Verlegeplan beginnst, kann am Ende einer Reihe ein schmaler Plattenstreifen übrig bleiben. Solche Stücke sind nicht immer sinnvoll oder zulässig.

Eine leichte Verschiebung des Verlegerasters kann oft zu einer besseren Aufteilung führen.

Den Unterbau zu knapp bemessen

Ein tragfähiger Unterbau ist die Grundlage einer dauerhaft stabilen Terrasse. Besonders auf wenig tragfähigen Böden oder bei ungünstigen Wasserverhältnissen kann eine ungeeignete Konstruktion später zu Setzungen führen.

Die erforderliche Schichtdicke lässt sich deshalb nicht allein anhand der Terrassengröße festlegen.

Die Wasserableitung vergessen

Das Gefälle gehört bereits in die Höhenplanung. Wenn erst beim Verlegen auffällt, dass die Anschlusshöhen nicht passen, lassen sich die Probleme oft nur mit zusätzlichem Aufwand beheben.

Zu wenige Ersatzplatten bestellen

Selbst bei sorgfältiger Verarbeitung können einzelne Platten beschädigt werden. Ein kleiner Vorrat aus derselben Lieferung erleichtert einen späteren Austausch.

Terrassenplatten oder Fliesen für den Innenbereich berechnen?

Bei der Berechnung des Belags gibt es Gemeinsamkeiten. Sowohl Terrassenplatten als auch klassische Wand- und Bodenfliesen müssen anhand der vorhandenen Fläche, des Formats und der vorgesehenen Fugen ermittelt werden.

Die Unterschiede liegen vor allem beim Aufbau und bei den Anforderungen an das Material. Terrassenplatten im Außenbereich müssen zur jeweiligen Konstruktion, Witterung und Entwässerung passen. Bei Fliesen im Innenbereich stehen dagegen häufig andere Untergründe, Abdichtungen und Verlegesysteme im Mittelpunkt.

Wenn du neben deiner Terrasse auch Badezimmer, Küche oder Wohnräume neu gestalten möchtest, kannst du dafür unseren Fliesenrechner für Wand- und Bodenfliesen verwenden. Er hilft dir, die benötigte Fliesenmenge einschließlich Fugen und Materialreserve zu ermitteln.

Fazit: Terrassenplatten und Unterbau vor dem Einkauf berechnen

Bei einer neuen Terrasse lohnt sich eine sorgfältige Vorbereitung. Mit einem genauen Aufmaß und dem passenden Plattenformat lässt sich der Grundbedarf bereits gut einschätzen.

Für den tatsächlichen Einkauf solltest du zusätzlich die Schnittverluste, die Fugenbreite und eine kleine Ersatzreserve berücksichtigen. Werden die Platten nur in vollständigen Paketen verkauft, muss die Bestellmenge entsprechend aufgerundet werden.

Auch Splitt, Schotter und das geplante Gefälle gehören frühzeitig in die Überlegungen. Der Terrassenplatten-Rechner unterstützt dich bei der mengenmäßigen Planung. Die genaue Ausführung des Unterbaus sollte sich anschließend nach den örtlichen Bedingungen und den Verlegevorgaben des Herstellers richten.

Häufige Fragen zum Terrassenplatten-Rechner

Wie viele Terrassenplatten benötige ich für 20 m²?
Bei Platten im Format 60 × 60 cm sind ohne Fugen und Verschnitt rechnerisch 55,56 Stück nötig. Aufgerundet sind das 56 Platten. Verschnitt und Reserve kommen zusätzlich hinzu.
Wie viel Verschnitt sollte ich bei Terrassenplatten einplanen?
Bei einfachen Terrassen sind etwa 5 bis 10 Prozent eine mögliche Orientierung. Verwinkelte Flächen und aufwendige Muster können deutlich höhere Zuschläge erfordern.
Wie viel Splitt brauche ich für 20 m² Terrasse?
Bei einer 4 cm starken Splittbettung ergibt sich ein geometrisches Volumen von 0,8 m³. Materialzuschläge und die tatsächliche Schüttdichte müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
Welches Gefälle sollte eine Terrasse haben?
Bei vielen Terrassenkonstruktionen werden ungefähr 2 Prozent vorgesehen. Das entspricht 2 cm Höhenunterschied pro Meter. Maßgeblich sind das Plattensystem und die Entwässerungsplanung.
Kann ich mit dem Rechner auch die Schottermenge berechnen?
Ja. Gib die geplante Tragschichtdicke und die Schüttdichte ein. Der Rechner ermittelt Volumen und einen ungefähren Gewichtswert. Verdichtungsfaktoren müssen gesondert berücksichtigt werden.
Terrassenplatten-Rechner: Plattenbedarf, Unterbau und Kosten berechnen
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